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Zeessze


Das erste was jemandem auffällt, der zufällig durch einen planetaren Katalog blättert, ist die bemerkenswerte Ähnlichkeit zwischen den Systemen Sol und Zeessze. Diese oberflächliche Ähnlichkeit führte bei den ersten Siedlern zu großen Hoffnungen, und sie nannten ihre Welt 'Paradies'. Diesem hoffnungsfrohen Anfang wurde jedoch schnell ein rohes Ende gesetzt, als die Siedler an ihrem Ziel ankamen. Die ersten Stützpunkte wurden auf dem kleineren Planeten Gonzales's Grave errichtet, der seinen Namen von dem glücklosen Shuttle-Piloten erhielt, dessen Bruchlandung symptomatisch werden sollte, für die ersten Rückschläge, die die Siedler erlitten.

Der Sternenhafen Oliver, auf Gonzales's Grave wurde termingerecht fertiggestellt, und man sandte daraufhin Probeexpeditionen zu dem dritten Planeten aus. Sie berichteten von völlig anderen Verhältnissen, als denen, die das Erdenbüro für Kolonisation geschildert hatte. (Man muß dabei bedenken, daß es sich hier um die zweite große Welle der Auswanderungen handelte, als die Erde unter einer ganz erheblichen Überbevölkerung litt, und fast jede Maßnahme zur Befreiung der Erde von der überschüssigen Bevölkerung als fair angesehen wurde). Der Planet war grün und neue Lebensformen gab es im Überfluß, aber er war kleiner als die Erde und hatte eine höhere Dichte, wodurch die Erdanziehungskraft sehr viel größer war.

Die erste Kolonisierung der Welt wurde stark behindert, da es den Menschen unmöglich war, mehr als zwei Stunden am Stück zu arbeiten, bevor sie eine Rast einlegen mußten. In diesen frühen Tagen der Erforschung und Ausbeutung, waren die Kosten für den Transport von Maschinen zwischen den einzelnen Systemen zu groß, sodaß fast alle Arbeit von Menschenhand ausgeführt werden mußte. (Manche Geschichtswissenschaftler sind der Meinung, daß hier der Ursprung für die Einführung der Sklaverei im Imperium zu finden ist). Ganz abgesehen von der hohen Erdanziehungskraft, war die Welt viel heißer als alles, was die Siedler, die ursprünglich aus Lappland und der sibirischen Gesamtgruppe stammten, gewohnt waren, und viele Einwanderer starben an Erschöpfung, hervorgerufen durch die Hitze, bevor eine zweite Welle an Siedlern ein vernünftigeres Arbeitsregime einführte.

Die Welt wurde New America genannt, nachdem ein Botaniker die Ähnlichkeiten zwischen dem Klima der Welt und dem der vorgeschichtlichen südamerikanischen Regenwälder nachwies. Diese Tatsache gab den ersten Fingerzeig zur Unterwerfung der einheimischen Lebensformen. In den ersten Jahren, über mehrere Generationen hinweg, widerstand die örtliche Flora und Fauna erfolgreich allen Versuchen der Erden-Phänotypen, die Oberhand zu gewinnen. Getreidesorten der Erde konnten nur in eingeschränkten Bereichen angepflanzt werden, und die einheimischen Fleischfresser und Raubvögel sorgten dafür, daß die Welt ein gefährlicher Aufenthaltsort war.

Qui Luk Soo führte eine Reihe von leicht modifizierten Würge-Schlingpflanzen von den Beständen der Erde ein, und dieser kleine Beginn führte schließlich zur Zähmung großer Teile des Dschungelplaneten für den menschlichen Gebrauch. Das Problem der Arbeitskräfte wurde teilweise durch die Einführung genetisch 'verbesserter' Gorillabestände gelöst, die dazu trainiert werden konnten, einfache Abholzungs- und Bauarbeiten auszuführen. Ein kurzer aber ausgesprochen gewalttätiger Angriff auf die Kolonie, durch eine kriegerische Bande von Öko-Revolutionären, zerstörte die gesamten Anlagen für die Gorillas, die in die Wildnis 'entkamen'. Manche fanden ihren Weg in die Gemeinschaft zurück, aber bis zum heutigen Tage gibt es einige wilde Gorillaherden im Herzen des Urwaldes. Diese werden von den Anthropologen intensiv studiert und werden von einem Verbot des Staates vor allen weiteren Einmischungen seitens der Menschen geschützt.

Mit den Jahren und den Generationen, haben sich die Menschen auf dem System an die starke Anziehungskraft ihres Planeten angepaßt, indem sie schwerer und muskulöser wurden. Es ist für Besucher manchmal schwer, zwischen Männern und Frauen des Planeten zu unterscheiden, aber wenn man ihre gewalttätigen Launen und allgemeine Ungeduld in Betracht zieht, ist es für den Touristen wichtig, daß er den Unterschied kennt. New Americans haben keine Geduld mit Dummköpfen. Der Urwald der Welt wird immer noch von einer ganzen Zahl gefährlicher einheimischer Raubtiere bevölkert, einschließlich dem Quivol und dem Nii-Wurm, die jedes Jahr eine respektierliche Anzahl an Menschenleben fordern. Falls Ihr Interesse an dem Planeten in der Jagd besteht, sollten Sie nicht erwarten, billige einheimische Führer anheuern zu können, die besonders darauf erpicht sind, in den noch relativ unerforschten südlichen Kontinent vorzudringen.

New America ist die Heimat der modernen Ghurka Kampftruppen, die in allen großen Kriegen gegen das Imperium dabei waren. Im letzten Jahrhundert haben die kämpfenden Männer und Frauen dieses Regiments in mehreren umstrittenen Gebieten Kampfhandlungen erlebt, und selbst die Clone Truppen des Imperiums achten sie ausgesprochen hoch. Sie sind normalerweise Planetenkämpfer, die den Kampf auf dem Boden dem des Weltraumes vorziehen und sich vorwiegend auf ihn vorbereiten. Daher spielen sie in der gegenwärtigen Aktion der Kriegsmarine gegen die Piraten nur eine kleine Rolle. Gelegentlich werden sie als 'Schocktruppe' eingesetzt, um Grenzwelten zurückzuerobern, auf denen das organisierte Verbrechen einen zu starken Einfluß gewonnen hat, und die wirtschaftliche Stabilität der Föderation bedroht. Frontier: Elite II – The Gazetteer

Zeessze
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