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galaxy:systems:ross_154
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Ross 154


Ein sehr kleines System, mit nur wenigen Dingen, die von Interesse sind. Der einzige Grund warum es hier überhaupt erwähnt wird, ist das seltsame Ökosystem auf dem Eisplaneten Merlin. Jedes dort heimische Leben läuft unter dem Eis der gewaltigen Salzwasser-Ozeane ab, das die gesamte Welt bedeckt. Das Leben existiert in großen Gasblaseneinschlüssen, die unter der ewigen, stabilen Eisschicht gefangen sind, und in den Ozeanen selber.

Erst im Jahr 2775, als Burt Hackrington-Smythe eine Serie von Dokumentationen „Himmel unter dem Eis“ machte, begannen die Menschen zu verstehen, wie eine solche Welt die großen Schwärme der Merlinfische erhalten konnte, die hier leben. Das Ökosystem ist auf einer Flechte aufgebaut, die an den Wänden der luftgefüllten Kammern unter dem Eis wächst und von dem schwachen roten Licht lebt, daß von oben hereinfiltert. Die Flechten produzieren Sauerstoff und stellen eine Mischung her, die von den Menschen außerordentlich gut geatmet werden kann. Außerdem formen sie eine isolierende Schicht. Die Temperatur im Inneren einer solchen Kammer kann im Normalfall bis zu 20 Grad Celsius betragen, aufgeheizt von der dicken Schicht verrottender Vegetation, die auf der Oberfläche des darunter liegenden Meeres schwimmt. Eine ganze Reihe anderer Spezies leben von den Flechten. Sie beleuchten die Kammern mit ihren unterschiedlichen Glühkörpern, und Arten wie der Merlin Plesiosaurus mit seinen heiß glühenden, roten Augen (der ob seiner seidigen Haut sehr geschätzt wird) reisen zwischen diesen Oasen hin und her und verspeisen an jedem ihrer Aufenthaltsorte einige dieser Kreaturen.

Die Lebenszyklen dieser Höhlen dauern Jahrzehnte in Erdenjahren gemessen. Sie beginnen als kleine Hochdruck-Blasen, die tief im Meer entstehen, und können zu einem Durchmesser von bis zu fünf Kilometern heranwachsen, die das wirklich wunderschöne Panorama darbieten, das von Hackrington-Smythe gefilmt wurde. Die Höhlen wandern langsam an die Oberfläche, während das Eis über ihnen schmilzt, und ihr unvermeidbarer Tod kann ziemlich spektakulär sein, wenn in dem Eis über der Höhle plötzlich ein Riß entsteht, und der Druck freigegeben wird. Es kommt zu einem langen Grollen, während das Wasser in die Höhle stürzt und sie ausfüllt, und dann das Loch hinaufschießt, daß sich gebildet hat und einen riesigen, bemoosten Geysir auf der Eisoberfläche bildet. Die Merlinfische zieht es zu dem Donnergrollen, wo sie die Überreste verspeisen, die in das Meer zurückfallen. Aus diesem Grund war die Fischereiindustrie auf Merlin so leicht aufzubauen. Es werden keine Fischereiflotten benötigt - jede Fabrik zündet nur eine Bombe in einer von Menschenhand erstellten Höhle unter der Wiederaufarbeitungsanlage, und eine Stunde später ist sie voller Fische! Strenge Kontrollen werden eingehalten, um zu verhindern, daß zuviel gefischt wird, da die privaten Fischereien in den frühen Jahren den gesamten Fischbestand in nur vier Jahren fast vollständig vernichteten.

Die einzige Ansiedlung über der Erde ist der von Winden geplagte Sternenhafen Sirocco. Er ist direkt auf der Eisschicht gebaut und wird zur Unterstützung der zahlreichen Fischverarbeitungsanlagen eingesetzt, die unter dem Eis gebaut wurden. Außerdem werden hier die riesigen Mengen Fisch für den Export in die umliegenden Welten verschifft. Das schäbige Sternenrestaurant 'Der Ekstatische Gourmet' serviert ein hervorragendes Fischgericht mit dem Namen Merlunch, eine Pastete, die mit eingelegtem Merlinfisch gefüllt ist. Es klingt nicht gerade sehr appetitanregend, aber regelmäßige Reisende in diesem Bereich haben es sich zur Gewohnheit gemacht, das Restaurant zu besuchen, nur um dieses Gericht zu bestellen. Sie würden es allerdings nicht riskieren, eines der anderen Gerichte auf der Karte zu versuchen. Frontier: Elite II – The Gazetteer

Ross 154
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