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~~CLOSETOC~~
Universal Cartographics
<blockquote> „Weil es sich lohnt.„ </blockquote>
Vor der Entwicklung des Frameshiftantriebs wurde die Erkundung des Weltraums nicht von einer einzigen Entität koordiniert. Regierungen und Konzerne hatten eigene Erkundungsprogramme, aber diese wurden durch das Verlangen getrieben, neue, leicht auszubeutende Territorien zu finden, und nicht durch humanitäre Gründe. Es kam nicht selten vor, dass bei diesen Programmen die Hilfe von Freelancern in Anspruch genommen wurde, aber diese galten allgemein als launisch und unzuverlässig.
Der Ruf dieser Freelancer litt auch darunter, dass es immer wieder zu Datenskandalen kam, bei denen ein Pilot beeindruckende Scandaten von bis dahin nicht erkundeten Systemen vorlegte - und dafür bezahlt wurde - sich später aber herausstellte, dass diese Daten gefälscht waren. Aufgrund der Abgeschiedenheit der betroffenen Systeme wurden diese Betrügereien meist erst viel später aufgedeckt.
Wie schon damals bei den Kapitänen auf der alten Erde, deren Seebücher voller Geheimnisse steckten, die sie mit niemandem teilen wollten, waren auch die Besitzer authentischer Navigationsdaten unwillig, andere an diesen teilhaben zu lassen. Im ausgehenden 30. Jahrhundert, als das Misstrauen zwischen dem Imperium und der Föderation seinen Höhepunkt erreicht hatte, kam es deshalb auch immer wieder dazu, dass diese Daten gestohlen wurden. Regierungsvertreter beider Seiten schlugen gelegentlich vor, eine gemeinsame Datenbank anzulegen, um den Graben zu überwinden, doch gegenseitige Verdächtigungen führten dazu, dass diese Idee niemals umgesetzt wurde.
Durch die Entwicklung des Frameshiftantriebs wurde die Sprungreichweite selbst kleiner Schiffe drastisch erhöht, wodurch auch Einzelpersonen vollwertige Erkunder wurden, ohne auf Regierungs- oder Konzernsponsoren angewiesen zu sein. Dies schaffte die Voraussetzungen dafür, dass ein Konzern die eingehende Flut an Navigationsdaten verwalten, koordinieren und verteilen konnte. Das Unternehmen Universal Cartographics, das aus der Fusion von Unified Infotech und Devaine-Bright Interstellar hervorging, füllte diese Nische.
Cynthia Sideris, die ehemalige Leiterin von Unified Infotech, entschied sich für den Namen Universal Cartographics, weil er das Konzept des Konzerns wiederspiegelte: Jeder, der bereit war, für die Daten zu bezahlen, bekam auch Zugang zu ihnen. Fortschrittliche Sicherheitsprotokolle, die bei Unified Infotech entwickelt wurden, stellten sicher, dass alle an Universal Cartographics verkauften Daten aus legitimen Quellen stammten.
Diese Kombination aus Zuverlässigkeit und Zugänglichkeit machte Universal Cartographics umgehend erfolgreich. Das Ethos des Unternehmens, das sich um die Erkundung des Erkundens willen und den Ausbau des menschlichen Wissens dreht, findet seither bei vielen unabhängigen Erkundern großen Anklang.
codex konzerne corporations
