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====== Felicia Winters ======
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„Die Politik war schon immer eine Brutstätte der Lügen, aber es gibt eine Lüge, die alle anderen überstrahlt und heute haben wir sie einmal mehr gehört: Es ist die Unterstellung, es sei ein Zeichen von Schwäche, nach einer diplomatischen Lösung zu suchen. Dass wir es vorziehen, einen Konflikt auszudiskutieren, würde bedeuten, dass wir Angst vor einem Kampf haben!"
„Daran sind wir natürlich gewöhnt. Wir müssen uns immer wieder anhören, wie Anhänger des Präsidenten uns das Wort im Mund herumdrehen. Wenn wir uns mit den früheren Fehlern der Föderation auseinandersetzen, verspottet man uns für unseren sogenannten liberalen Schuldkomplex. Wenn wir die Entspannung zwischen den Supermächten feiern, die uns helfen wird, der Bedrohung durch die Thargoiden zu trotzen, unterstellt man uns Verrat."
„Aber es sind sie, die Angst haben, und das aus gutem Grund. Denn die Menschen der Föderation haben genug. Sie haben keine Lust mehr, sich in leichtsinnig angezettelte Kriege hineinziehen zu lassen, die nur dazu dienen, die Brieftaschen der Rüstungshändler und der Privilegierten zu füllen. Sie werden nicht länger so tun, als wären Hudsons demagogisches Gerede und sein Säbelrasseln mehr als nur hohle Propaganda. Von allen Sternen, Kolonien, Satelliten und Stationen erreicht uns derselbe Ruf, der aus tiefstem Herzen kommt: Lassen wir die Fehler der Vergangenheit hinter uns, und möge die Föderation sich von nun an nur noch von ihrer besten Seite zeigen. Kehren wir zurück zu den zentralen Werten von harter Arbeit, ehrlichem Handel, Unterstützung für die Ärmsten und gegenseitigem Respekt."
„Die Menschen sind bereit für uns - lassen Sie uns bereit für die Menschen sein."
Felicia Winters, Jahresansprache der Liberal Party, 3303
Felicia Winters ist Vorsitzende der Liberal Party der Föderation und von Amts wegen Schattenpräsidentin ihres Gegners Zachary Hudson von der Republican Party.
Winters ist auf Taylor Colony geboren und aufgewachsen, eine der ältesten Kolonien der Galaxie. Bevor sie mit 44 Jahren ganz in die Politik ging, arbeitete sie für die Sirius Corporation.
Ihre momentane Rolle fiel ihr dabei überraschend in den Schoß. Bis 3301 war Winters Außenministerin unter der damaligen Präsidentin Jasmina Halsey. Als sowohl Halsey als auch Vizepräsident Ethan Naylor an Bord der Starship One spurlos verschwanden, übernahm Winters die Regierungsgeschäfte. Der immense Druck dieser Verantwortung hinterließ deutliche Spuren bei ihr, und trotz ihrer Beliebtheit im Kongress war man sich einig, dass sie dem Job nicht gewachsen war.
Nach dem Lugh-Konflikt befand sich die Liberal Party in einem Zustand der Krise. Regionale Kräfte hatten versucht, das System Lugh in die Unabhängigkeit zu führen und der Kontrolle der Föderation zu entziehen, was diese prompt mit einer Kriegserklärung beantwortete. Viele Anhänger der Partei waren entsetzt über Präsidentin Halseys Entscheidung, während des Konflikts das Feuer auf Flüchtlingsschiffe zu eröffnen. Glaubt man den Berichten, kritisierte Winters diese Aktion scharf. Hinter verschlossenen Türen soll es zu heftigen Diskussionen mit Halsey gekommen sein, in der Öffentlichkeit wahrte sie
jedoch den Schein der Solidarität. In der Folge machte man sie verantwortlich für eine Partei, deren Wählerschaft sich abgewandt hatte und deren Werte sich längst nicht mehr mit ihrer persönlichen Überzeugung deckten.
Kurz nach Halseys Verschwinden forderte Zachary Hudson ein Misstrauensvotum, das er haushoch gewann. Daraufhin ernannte man ihn zum Präsidenten. Angesichts der breiten Unterstützung für Hudson und des Chaos innerhalb der Liberal Party erwartete man von Winters, dass sie zurücktrat und der Partei so Raum für einen Neuanfang verschaffte. Stattdessen stürzte sie sich in die Arbeit, versuchte diverse Systeme davon zu überzeugen, der Allianz nicht den Rücken zu kehren, und versorgte notleidende Planeten mit Hilfsgütern. Ihr energischer und vorausschauender Einsatz wurde bald mit neuem Rückhalt für sie und ihre Partei belohnt. Heute liegen ihre Beliebtheitswerte etwa so hoch wie die von Hudson.
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